swick's blog

Asakusabashi

Was mir immer zu schaffen macht ist der verdammte Jet-Lag. Das endet dann immer darin, dass ich mindestens eine Nacht durchmachen muss, damit ich wieder in einen normalen Zeitrythmus komme. Also gestern durchgemacht. Waehrend ich dann morgens auf den Fahrer gewartet hab, der mich zur Haltestelle bringt, wurde ich natuerlich wieder muede und bin dann fast vor dem Fernseher eingepennt. Ich war dann aber schnell wieder hellwach, da irgendetwas schwarzes an meinen Beinen vorbeihuschte. Ich dachte schon eine Spinne - und ich hasse Spinnen! War aber nur eine Eidechse oder sowas. Am Bahnhof erstmal die junge Frau am Schalter gefragt, ob sie Englisch spricht und mir sagen kann, wie ich nach Asakusabashi komme. A little bit, meinte sie dann, dabei sprach die perfekt Englisch. Keiner meiner Englisch Lehrer konnte jemals so gut sprechen. Sehr bescheiden... Naja, prollen kann jeder - Bescheidenheit ist Trumpf!

Jetzt holte mich dann aber doch wieder die Muedigkeit ein und doeste daher etwas in der 90 Minuten langen Zugfahrt. Um 12:00 am Hostel angekommen wollte ich nur noch einchecken und schlafen, jedoch durfte ich nicht, da Check-In erst um 16:00 ist und bis dahin die Zimmer geputzt werden. Jetzt war ich dann schon ziemlich genervt. Wenn ich keinen Schlaf bekomme, werde ich echt ungemuetlich. Im schlimmsten Fall bin ich meckrig - alle anderen Faelle reichen von In den Hals beissen ueber massive Roundhouse-Kicks bis zu Veranstalten eines Blutbades.

Zum Glueck waren die Putzfrauen aber schon gegen 14:00 fertig. Also ist niemand zu Schaden gekommen :-)

Und morgen schau ich mir erstmal den Ueno-Park an:

Bud Spencer in Narita auf nem Drahtesel

Momentan gammel ich ja noch in dem verschlafenen Nestchen Narita in der Naehe des Flughafens rum und der naechste 7-11 Shop ist ein paar Kilometer entfernt. Also hab ich mir kurz mal ein Rad ausgeliehen, wobei bei dem die Bezeichnung Drahtesel es eigentlich perfekt trifft. Das war so ein altes, rostiges Teil und richtig fahren konnte man damit auch nicht. Bischen bescheuert kam ich mir damit schon vor. Vor allem mit dem Shirt, dass ich grad an hatte:

Eigentlich heisst es ja immer

Verrueckt, die Japaner

aber in dem Moment war es wohl eher umgekehrt, wenn man mich so gesehen hat...

Debian - So wichtig wie schon immer

Ich bin ja mittlerweile komplett auf Debian umgestiegen und via RSS ist grad ein Artikel reingeflattert, der beschreibt, warum Debian immer noch so wichtig ist. Hier ein Ausschnitt:

...
Strictly speaking, Debian is widely deployed on servers
and not quite as popular on desktop systems
compared to Fedora, Linux Mint, or Ubuntu.
 
Then again, Ubuntu is based on Debian, and Linux Mint is...
...

Mir ist es wichtig Debian zu nutzen und zu verbessern, damit u.a. auch andere Projekte eine gute Basis haben wie z.B. gNewSense, die ja mit Version 3.0 auf Debian als Basis setzen.

Irashaimase

Mit einem Irashaimase wird man hier begruesst, wenn man in einen Einkaufsladen kommt. Uebersetzt koennte man sagen:

Willkommen in unserem Laedchen...

D.h. ich bin gut in Japan angekommen. Der Flug war ok, Nasenbluten bekam ich diesmal nicht. Aufgeregt habe ich mich nur ueber den neuen Jackie Chan Film Karate Kid. Nicht weil Jackie nicht mehr so auf die Pauke haut wie frueher, das kann man von ihm auch nicht mehr erwarten. Viel mehr hat mich gestoert, dass mittlerweile in seine Filme zu viel amerikanischen Einfluss Einzug gehalten haben. Ich kann gut behaupten, dass ich so ziemlich alle Filme von Jackie kenne - auch jene, die niemals in Deutschland erschienen sind - und vermisse einfach den Geist eines klassischen Jackie Filmes - nicht seine akrobatischen Leistungen...

In Seoul musste ich umsteigen und haette fast meinen Anschlussflieger verpasst, da ich es nicht gerafft habe, dass ich einen Stock hoeher muss. Ich hatte die ganze Zeit zwar am richtigen Gate gewartet, jedoch im Stockwerk der ankommenden Reisenden. Ein japanischer Flughafenangestellter hat mich dann darauf aufmerksam gemacht, als er mich fragte, ob ich einen bestimmten Grund hatte, mich hier so lange aufzuhalten.

Auch konnte ich schonmal ein Gefuehl dafuer bekommen, was uns ja bald in Deutschland in der ein oder anderen Form leider auch erwarten wird. Um einreisen zu duerfe, musste ich naemlich meine Fingerabdruecke abgeben.

Das naechste Problem war, dass der Fahrer aus der reservierten Unterkunft mich einfach nicht finden konnte. Ich musste ihn 3 mal anrufen und musste dann schliesslich einen alten Japaner in den Schwitzkasten nehmen und hab ihn ans Telefon gezerrt, damit er mal mit dem Fahrer redet und ihm sagt, wo ich denn stehe. Ok, das mit dem Schwitzkasten ist gelogen, geschwitzt hab' mittlerweile nur ich...

Naja, jedenfalls hat es dann geklappt und nun liege ich gemuetlich auf einer Tatami Matte und morgen geht es weiter nach Tokyo.

Ach ja, obwohl hier Herbst ist, brennt die Sonne doch ganz schoen und ich Idiot hab nur 1 kurze Hose dabei. Arrgg...

Witzig sind die modernen Toiletten hier inklusive elektrischer Arsch-Dusche :-)

LinuxCon Japan

Arrg, ich könnt mich in den Arsch beißen. Grad flattert via RSS rein, dass vom 27. - 29. September in Tokyo die Linux Konferenz Japan ist.

Wenn ich das nur vorher gewusst hätte... Das Vortragsprogramm ist nämlich schon ziemlich lecker. Vor allem Sheepdog: Distributed Storage System for QEMU/KVM

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