Zurück von der OpenNMS Konferenz

Die OpenNMS Konferenz war wirklich gut und nun hab ich Tarus Balog auch mal persönlich getroffen. Alleine schon nach seiner Keynote wurde einem wieder bewusst, dass man mit OpenNMS auf's richtige Pferd gesetzt hat. Hier mal nen Braindump, was ich von der Konferenz für mich mitgenommen habe:

Release 1.8

  • Kommt ~ im Juni
  • REST Interface
  • Monitor für memcached
  • Der JDBC Monitor wird nun zusätzlich SQL Queries unterstützen
  • Die Performance Daten (JRB Dateien) können über eine API exportiert werden
  • Der Remote Monitor kann neben RMI nun auch HTTP als Protokoll verwenden
  • User Filter für verschiedene Komponenten
  • Schicke Reporting API. Dafür haben sie Jasper in OpenNMS integriert. Das soll die Availability Reports auf lange Sicht ersetzen, da diese Legacy Code sind und sterben soll. Die Reporting API wurde von dem Entwickler hauptsächlich während seiner Zugfahrten entwickelt :-)
  • BSFMonitor (s. Info weiter unten)

Buch

Es ist soweit! Endlich hat sich mal jemand hingesetzt und ein Buch geschrieben. Auch wenn das Wiki sehr gut ist, fehlte einem doch oft der rote Faden:

Besucher

Neben einigen Firmen war auch jemand von Fraunhofer da, einer vom holländischen Verteidigungsministerium und sogar Netways. Die kucken wohl auch über den Tellerrand, auch wenn sie hinter Nagios/Icinga stehen.

Vorträge

Aus dem Vortrag wie man OpenNMS hoch verfügbar machen kann, hab ich doch nicht so viel mitgenommen, wie ich erhofft hatte. Das lag aber nicht am Vortrag - der war wirklich gut - sondern eher daran, dass ich vieles davon schon kannte.

Überrascht hat mich eher der Vortrag von Fraunhofer. Kürzlich hatte ich mir nämlich überlegt, ob es vielleicht nicht sinnvoll wäre, einen Net-SNMP Subagent zu schreiben, der verschiedene Werte bzw. Stati managed und via OIDs zu Verfügung stellt. Also so ähnlich, wie das z.B. MySQL-SNMP macht. Tja, bei Fraunhofer hat man das schon gemacht. So wie ich das verstanden habe, setzen sie es hauptsächlich als Remote Poller/Monitor ein. Es wurde dann angefragt, ob sie das als Freie Software veröffentlichen würden und scheinbar will man sich das auch überlegen...

Ach ja, den Subagent könnte man natürlich in Python schreiben :-)

Wirklich interessant war der Vortrag, wie man OpenNMS erweitern kann, ohne unbedingt den Code anfassen zu müssen. Dafür gibt es dann den BSFMonitor. Klar, es gibt schon ewig den GeneralPurposePoller, aber der ist ja eher als Notlösung gedacht, da Skripte durch Fork-exec nicht wirklich skalieren und das ist nunmal ein Fokus von OpenNMS. Der BSFMonitor soll da Abhilfe schaffen, da eigene Skripte alle innerhalb der JVM laufen. Vorgestellt wurden Beispiele mit Groovy Skripten, aber angeblich soll man auch andere Sprachen wie z.B. Python verwenden können. Aber ich wollte mir eh schon lange mal Groovy anschauen :-)