

Dies ist ein kleiner Vorgeschmack zu einem kommenden Blogeintrag (Wie man Fremdsprachen lernt),
in dem ich u.a. meine Erfahrung durch Untertitel-Übersetzungen beschreibe...
Das Übersetzen englischer Untertitel von Filmen wie z.B.:
hat extrem geholfen mein Sprachfahigkeiten bezüglich Englisch zu verbessern und es machte dabei sogar noch Spaß, was man vom Englisch-Unterricht in den meisten Schulen nicht behaupten kann.
Wie es der Zufall will, bin ich heute auf einen Artikel aus dem Jahre 2004 gestolpert, der meine Behauptung diesbezüglich unterstützt:
Man muss ja auch nicht gleich im Alleingang einen kompletten Film übersetzen,
sondern kann das auch auf Web 2.0 Art und Weise, also in Zusammenarbeit mit anderen, tun.
Ein Beispiel hierfür ist die gemeinsame Übersetzung der Filmdokumentation Revolution OS. Mitglieder des deutschen Ubuntu Forums hatten meine damals halbfertigen Untertitel aufgegriffen und die restlichen Teile gemeinsam vollendet.
Es muss auch nicht gleich eine Übersetzung sein,
denn bereits das Anschauen von Filmen die untertitelt sind, bringt schon ziemlich viel.
Auch wenn ein Film aus einem völlig fremden Land ist, lernt man trotzdem Wortfetzen aus der jeweiligen Sprache. Mit der Zeit erkennt man Wortlaute wieder, die zu den Untertiteln passen und prägt sich deren Bedeutung schon bald ein.
Allgemein bekannt ist ja, dass der Mensch am besten mit Bildern lernt. Das liegt daran, dass ein Bild die effizienteste Methode ist, Information an das Gehirn zu übermitteln. Daher auch das Wort Bildung oder Sprichworte wie Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.
Genau deswegen spielen besonders die dargestellten Filmszenen eine wichtige Rolle. Sie stellen den Kontext bzw. Zusammenhang her und man kann damit die Bedeutung des Untertitel-Inhaltes erahnen, auch wenn man ihn noch nicht vollständig in Worte übersetzen kann. Sie sind quasi das Bindeglied zwischen Sprache und Text. Dadurch lernt man Vokabeln, ohne sie im Wörterbuch nachschlagen zu müssen. Das Auge hilft sozusagen dabei, das noch Unbekannte zu entschlüsseln. Immer öfter hat man dann Momente wie: "Nachdem WAS da gerade passiert, kann dieses Wort ja eigentlich nur DAS heißen".
Damit vermeidet man auch Irritationen durch 1:1 Übersetzungen, wie man es in der Schule gelernt hat:
Hä? foo heißt doch bar. Der Satz macht dann irgendwie keinen Sinn. Lässt man von dieser wortwörtlichen Übersetzung ab, gewöhnt man sich immer mehr daran, dass ein Wort je nach Zusammenhang anders übersetzt werden kann.
Schon alleine durch das öftere Schauen von koreanischen Filmen mit englischen Untertiteln, kann ich einiges der Sprache verstehen, auch wenn ein Film mal keine Untertitel hat.
Man findet vielleicht nicht sofort das passende Wort dazu in seiner Muttersprache, aber versteht trotzdem, was gemeint ist.
Hilfen und Tips zum Thema Untertitel sammeln wir übrigens im Subtitle-Wiki